Kickboxen - Entstehung und Geschichte

Philosophie des Kickboxens

Der Kampfsport zählt zu den ältesten Sportarten auf der Welt, da das Kämpfen schon immer ein wichtiger Teil des Lebens bzw. der Natur war. Bereits im alten Griechenland wurden bei den Olympischen Spielen Kampfsportarten wie z. B. Boxen und Ringen zelebriert. Somit steckt das Kämpfen in den Genen der Menschen. Heutzutage wird jedoch immer noch das traditionelle Boxen, aber auch das Kickboxen meist als eine Straßenschlägerei hingestellt. Auch wenn bei diesen Sportarten hart gekämpft wird, geht es erstrangig jedoch um Körperbeherrschung und Disziplin, welche „Schlägertypen“ nicht vorweisen können. Wer den Kampf als Sport betreibt, kann lernen, seine Aggressionen zu beherrschen und abzubauen. Dazu gehören natürlich auch viel Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Bei diesem Sport gibt es keine Rivalitäten, Fairness und Technik stehen an oberster Stelle!

Wie entstand das Kickboxen:

Kickboxen entstand Anfang der 70er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Jedoch war es zu dieser Zeit unter den Bezeichnungen Sportkarate, All Style Karate oder auch Contact Karate bekannt.  Das Kickboxen ist eine Mischung aus dem traditionellen Boxen, dem Savate und dem Muay Thai, wobei man mit den Händen und auch mit den Füßen verschiedene Kampftechniken ausführt. Bei allen Verbänden ist jedoch das Schlagen auf den Rücken und auf einen bodenliegenden Gegner verboten.

Zu Beginn der 1970er Jahre wurden die Wettkämpfe ohne Schutzausrüstung ausgetragen, da es die Disziplinen Nullkontakt bzw. den kontrollierten Kontakt gab, dennoch floss eine Menge Blut durch die zahlreichen Nasenbrüche, Platzwunden und der ausgeschlagenen Zähne. Auch Rippenbrüche waren keine Seltenheit.  Aufgrund dessen hat sich John Ree in Kooperation mit Bruce Lee, dem legendären Superstar der Kung Fu Filmgeschichte, dazu entschieden, eine Schutzausrüstung zu entwickeln.  Mike Anderson und George F. Brückner waren von dieser Idee sehr überzeugt, daher haben sie das sogenannte „Safe-T-Equipment“ bei wenigen Wettkämpfen in den USA ausprobiert. Dabei waren sowohl die Hände als auch die Füße mit Schutzausrüstung bedeckt. Nun war es möglich, die Wettkämpfe realistischer und dynamischer zu veranstalten, denn die ersten Resultate zeigten, dass die Verletzungen sich minimalisierten.

Im Jahr 1974 fand das erste Turnier in Berlin statt. Nach der Weltmeisterschaft in Los Angeles wurde die PKA (Professional Karate Association) von Mike Anderson und Don Quine gegründet.

Während in den USA zwei Jahre später schon die ersten Profikämpfe ausgetragen wurden, überlegte man sich in Europa eine Strategie, wie man an die enormen Fortschritte der USA anknüpfen kann. Dominique Valera entschloss sich darauf hin, mehrere Monate in die USA zu reisen, um mit Bill Walance zu trainieren. Dabei kam auch zur Sprache, dass man durch einen Vollkontakt-Vergleichskampf zwischen Nordamerika und Europa die Sportart fördern könnte. Jedoch waren bei diesem Spektakel die Europäer weit unterlegen.

1977 wurde der Weltverband WAKO – World All Style Karate Organisation ins Leben gerufen. Im darauf folgenden Jahr konnte der deutsche Kickboxer Peter Harbrecht den ersten Weltmeistertitel für Deutschland erringen. Aufgrund des enormen Ehrgeizes der europäischen Kämpfer war es 1979 bei der zweiten Weltmeisterschaft in Florida möglich, fast alle Goldmedaillen zu gewinnen. Nur ein erster Platz ging an die Amerikaner.

Im Jahr 1981 organisierte man die Wettkämpfe nach dem Profivorbild des Boxens. Es wurde nach dem Prinzip des Titelverteidigers und des Herausforderers anstatt des von internationalen Turnierformen und Meisterschaften gekämpft. Diese Idee scheiterte jedoch und deshalb kehrte man schon ein Jahr später zum erprobten Turniermodus zurück. Fortan veranstaltete man die Europa- und Weltmeisterschaft im zwei-Jahres-Rhythmus. In diesem Jahr wurde auch die endgültige Bezeichnung Kickboxen beschlossen.

Die WAKO hat sich im Jahr 1991 dazu entschieden, die Disziplin Kickboxen mit Lowkick aufzunehmen, da sie ein breiteres Angebot an Wettkampfdisziplinen schaffen wollte. Durch die enorme Präsenz der WAKO schlossen sich immer mehr osteuropäische Länder an. Dies hatte natürlich auch zur Konsequenz, dass der Kampf um die heiß begehrten Medaillen immer härter wurde.

Nach der Jahrhundertwende wurden nun auch die Disziplinen Thai-Kickboxen und Aerokickboxing in das Wettkampfprogramm der WAKO aufgenommen. Weitere bereits bestehende Disziplinen waren unter anderem der Vollkontakt, Leichtkontakt sowie Thai-Boxen, welche in K1 umbenannt wurde.

Im Jahr 2006 konnte die WAKO die größten Erfolge erzielen, denn es schlossen sich weitere Vereinigungen an. Man sah ein, dass man nur dann eine Zukunft mit Aussicht auf Olympia hat, wenn alle Vertreter dieser Sportart zusammenarbeiten. Schon ein Jahr später traten die Kontinente Asien und Afrika der WAKO bei. Aufgrund der ausbleibenden gewünschten Resonanz des Aerokickboxen wurde es 2009 wieder aus dem Wettkampfprogramm der WAKO genommen. Als Ersatz wurde das Kick light probehalber für 2 Jahre aufgenommen.

Seit 2010 hat der WAKO-Weltverband über 2 Millionen Kickboxmitglieder auf der ganzen Welt. Es haben sich insgesamt 121 Länder angeschlossen, wovon in 81 Ländern Kickboxen offiziell anerkannt wurde.

Quellennachweis:
www.kickboxen24.de/kickboxen-ueber.htm, Stand 07.07.2016

https://de.wikipedia.org/wiki/Kickboxen, Stand 07.07.2016

http://www.wako-deutschland.de/Die-Wako-Allgemein/Entstehung-Geschichte.html, Stand 07.07.2016

 

Vereinshistorie

Die ursprüngliche Entstehung des Kickboxvereins geht auf das Jahr 2001 zurück. Damals unter der
Bezeichnung "Kickboxteam Schönwies". Der Gründer war der jetzige Obmann Stellvertreter Stefan Eberhart, der aber
privat wie beruflich zeitlich sehr eingeteilt war und die Leitung des Vereins alleine übernahm. Daher konnten
auf Dauer nur kleinere Erfolge erzielt werden (Tiroler Meisterschaften).

Nach einer einjährigen Pause übernahm dann 2010 der Ötztaler Christian Kopp die Leitung und Organisation des
Vereins. Der komplette Verein wurde neu strukturiert und umbenannt (KICKBOXCLUB Tiroler Oberland), mehr Mitglieder
konnten gewonnen werden, es wurde zu einem neuen Trainingsort gewechselt und ein neues Konzept wurde entwickelt.
Diese Bemühungen zeigten bereits nach kurzer Zeit die ersten Erfolge: über 60 aktive Mitglieder (Männer und Frauen),
Kindertraining, Podestplätze bei internationalen Turnieren, staatliche Kickbox Instruktoren und Kickbox Trainerer Ausbildungen wurden absolviert, etc.

Dieses erfolgreiche Konzept wird zukünftig auch so weiter geführt und ausgebaut. Die nächsten Ziele sind weitere Schwarzgurt-TrägerInnen, erfolgreiche WettkämpferInnen, diverse neue Kurse, weitere Trainer Ausbildungen und den Ruf des Kickbox Sports im Tiroler Oberland nachhaltig zu verbessern und zu stärken!